La Rivista per l'insegnamento e l'apprendimento delle lingue

Das Europäische Sprachenportfolio in der Ausbildung

Erfahrungen mit dem Modul “Individuelle Mehrsprachigkeit und Europäisches Sprachenportfolio (ESP) in Theorie und Praxis”

Christine Crot
Peter Blatter
Erika Werlen
Bern

Se référant aux expériences encourageantes faites dans le cadre de la formation des enseignants pour le Secondaire I dans le canton de Berne, les auteurs proposent de faire du PEL une partie intégrante du plan d’étude des futurs enseignants - même pour ceux qui ne veulent pas devenir professeurs de langue. L’analyse du concept et des données du PEL aide l’enseignant à prendre conscience de façon plus approfondie de ses propres compétences linguistiques et à mieux connaître des phénomènes comme le plurilinguisme individuel et social ainsi que le dialecte et la langue des jeunes. Grâce à ces réflexions, le PEL devient un instrument efficace pour familiariser les étudiants avec les recherches sur l’acquisition des langues et avec les possibilités de perfectionnement linguistique. Sur un plan plus pratique, ce module d’étude fournit aux futurs enseignants des critères pour mieux percevoir les dangers d’une transposition trop normative des différentes parties du PEL dans leurs cours et pour choisir avec plus de discernement des méthodes d’évaluation et le matériel d’enseignement.
Le rapport des trois auteurs de l’article inclut les expériences des étudiants et de leurs professeurs avec le module de formation “Plurilinguisme individuel et PEL en théorie et pratique” qui semble avoir fait ses preuves depuis trois ans à Berne. (réd.)

1. Ausgangslage und Intention unseres Erfahrungsberichts

Das Institut für Lehrerinnen- und Lehrerbildung Sekundarstufe 1 des Kantons Bern bietet im Sommersemester 2004 zum dritten Mal das Modul “Individuelle Mehrsprachigkeit und Europäisches Sprachenportfolio (ESP) in Theorie und Praxis” an. Wir berichten hier über unsere Erfahrungen und vor allem über die Diskussionspunkte und Fragen, die unsere Studierenden am meisten bewegen.
Im Folgenden skizzieren wir kurz Vorgehen und Inhalte des Moduls, um dann die Positionen der Studierenden darzustellen.
Grundsätzlich plädieren wir dafür, dass das ESP unbedingt obligatorischer Bestandteil der Lehramts-Curricula sein soll; eigentlich sollten es alle Studierenden, auch diejenigen, die keine Sprachfächer studieren, kennen lernen. Unsere Ausführungen sollen anregen, das ESP verstärkt in Schule und Hochschule zu behandeln und einzusetzen.
Es gibt verschiedene Gründe, warum sich unsere Studierenden während ihrer Ausbildung mit dem ESP beschäftigen sollen:

  • Auseinandersetzung mit Mehrsprachigkeit im Allgemeinen
  • Auseinandersetzung mit der individuellen Mehrsprachigkeit
  • Auseinandersetzung mit sprachlichen “Randerscheinungen”: z.B. Dialekt, Jugendsprache
  • Auseinandersetzung mit den eigenen Sprachkompetenzen: Genügen meine Sprachkompetenzen für das spätere Unterrichten? Habe ich meine Sprachkompetenzen während des Studiums erweitert?
  • Auseinandersetzung mit dem Unterrichten von Sprache

Unsere Erfahrungen lassen sich in zwei Punkten zusammenfassen:
a) Das ESP erweist sich als hochschuldidaktisch vielfältig verwendbar. Zum einen ist es natürlich der Lerngegenstand, den Lehrkräfte als solchen kennen lernen sollen, damit sie ihn im Unterricht einsetzen können. Zum andern ist es aber ein höchst effizientes Mittel, um Studierende mit Erkenntnissen der Sprachlehr- und Sprachlernforschung und mit Möglichkeiten der Sprachförderung vertraut zu machen.
b) Die Effizienz stellt sich erst dann ein, wenn Studierende hinreichend informiert und motiviert sind, und sie sind erst dann motiviert, mit dem ESP ernsthaft - für sich selbst und in der Klasse - zu arbeiten, wenn sie sich sehr genau und sehr umfassend mit den sprachwissenschaftlichen Grundlagen und den bildungspolitischen Kontexten vertraut machen können. Das ESP spricht nicht unbedingt für sich selbst. Es scheint fast so, als sei es ein sprödes Instrument – obschon doch modern aufgemacht und obschon alle einsehen, dass Phänomene, wie Lernerautonomie, Selbst-evaluation, Nachweis und Präsentation von Sprachkompetenzen, für die das ESP einsteht, gefördert werden müssen. [...]

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