Die Zeitschrift für Sprachunterricht und Sprachenlernen

2000 - N3

Lehrwerke im Fremdsprachenunterricht
I manuali nell'insegnamento delle L2
Les manuels dans l'enseignement des L2
Manuals en l'instructiun dals linguatgs

Responsabile di redazione per il tema:
Verantwortliche für den thematischen Teil:
Responsable de rédaction pour le thème:
Responsabel per la part tematica:

Francesca Roncoroni

Sommario
Inhalt
Sommaire
Cuntegn
Index

Lehrmittel 2000: Didaktischer Konsens und Realisierungsvielfalt
Francesca Roncoroni

Le choix de nouveaux moyens d'enseignement d'allemand
Michel Nicolet

Fremdsprachenunterricht und Lehrwerkentwicklung im Umfeld föderalistischer Schulstrukturen
Rudolf Walther

La transposition didactique de notions communicatives dans les manuels de langue seconde
Itziar Plazaola Giger, Matthias Marschall

EOLE, des outils didactiques pour un éveil aux langues, ou: les moyens d'enseignement ont-ils une âme?...
Jean-François de Pietro

Unterrichtsmaterialien für den zweisprachigen Unterricht
Anne Leopold-Mudrack

The Eponymous Coursebook
Jean Rüdiger-Harper

L'insegnamento del tedesco L2 e i libri di testo in Italia
Maddalena Martini

"Envol" prend son essor
Christine Le Pape Racine, Peter Klee

"Wie und was kann ich damit lernen?"
Lukas Wertenschlag

Die eigene Brille putzen...
Martin Müller

Deutsch für fremdsprachige Kinder - ein neues Lehrmittel entsteht
Claudio Nodari

Die Meinung der EnglischlehrerInnen "Hotline" auf dem Prüfstand
Francesca Roncoroni


INSERTO DIDATTICO N. 37 - "BD" comme Beaucoup D'histoire
Mireille Venturelli


CURIOSITÀ LINGUISTICHE - Ah! Ces désinences latines!
Hans Weber


BLOC NOTES - L'angolo delle recensioni

BLOC NOTES - Informazioni - Die EDK versucht sich in umfassenden Empfehlungen
Gianni Ghisla

BLOC NOTES - Attualità linguistiche - Actualités des langues - Sprachen aktuell

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Vor kurzem hat das Volk des Kantons Freiburgs ein Gesetz abgelehnt, das die Einführung des mehrsprachigen Unterrichts beabsichtigte. Dieses Ergebnis ist eine Niederlage für die schweizerische Sprachpolitik und zugleich ein Fingerzeig für jene Lehrkräfte, Didaktiker und Linguisten, die sich um innovative Ansätze im Sprachunterricht und -lernen bemühen. Ein bedeutsamer Anteil der Bevölkerung und der Lehrkräfte scheint nicht bereit zu sein, ambitionierten Vorschlägen zu folgen...
Erklärungen für diesen Entscheid gibt es vermutlich viele. Aber das Problem hat grundlegenden Charakter. Alles deutet darauf hin, dass einschneidende Innovationen wie der mehrsprachige Unterricht nur soweit Unterstützung finden, als sie die Grenzen des Experimentellen nicht überschreiten. Dies hat u.a. damit zu tun, dass sie von keinem politisch-kulturellen Projekt gestützt werden, das die Förderung und Kultivierung der mehrsprachigen und multikulturellen Ressourcen unseres Landes beabsichtigt. Alles deutet darauf hin, dass im Namen des nationalen Zusammenhaltes - ein Begriff, der zusehends zum passe-partout degradiert wird - in der obligatorischen Schule zwar unbedingt eine zweite Landessprache gelernt werden muss, aber deren Beherrschung ist offensichtlich nicht gefragt. Die wahren (ökonomischen) Prioritäten sind anderswo zu orten.
Die aktuelle Debatte um die Einführung des Englischen als erste Fremdsprache bestätigen diese Eindrücke. Die EDK (Vgl. S. 63) hat zwar diesbezüglich noch keine endgültige Empfehlung verabschiedet und der Wille, von der Primarschule an, zwei Fremdsprachen zu unterrichten ist positiv zu werten. Aber es ist unübersehbar, dass es unserem Land nicht gelingt, den eigenen sprachlichne und kulturellen Reichtum auszunützen und zu fördern.
Die Aktualität dieser zwei eng verbundenen Fakten zwingt uns einmal mehr, die Sprachenfrage in der Schweiz neu zu stellen: Was haben wir getan, damit die jungen Generationen wirklich eine zweite Landessprache lernen konnten? Was haben wir getan, um den neuen Sprachenartikel der BV (Art. 70) umzusetzen? Was haben wir getan, um die anderen in unserem Lande gesprochenen Sprachen zu integrieren? Auch müssen wir die Einführung des Frühenglisch als eine pädagogische Hypothese wie jede andere diskutieren und unvoreingenommen nach den Konsequenzen fragen.
Diese Babylonianummer ist den Lehrmitteln gewidmet. Welche didaktische Tendenzen prägen deren Konzipierung? Welche Rolle sollen sie im Unterricht haben? Diese und andere Fragen fügen sich nahtlos in die angesprochene Reflexion ein. Aber bitte, die Schule soll schlussendlich darüber entscheiden können, was für Mittel zur Erreichung der von der Gesellschaft vorgegebenen Ziele eingesetzt werden sollen und, falls man Englisch will, sollte man es auch tunlichst vermeiden, im Nachhinein mit dem Vorwurf zu kommen, zu viel Englisch könnte der nationalen Identität und dem Zusammenhalt abträglich sein. (Red.)

Presentazione
Vorstellung
Présentation

Con questo numero cerchiamo di dare una visione generale sulla produzione di manuali e materiali L2 in Svizzera e di verificare fin dove i postulati della didattica delle lingue che si ritrovano anche nel cosiddetto "Gesamtsprachenkonzept" siano stati realizzati nei manuali recentemente pubblicati. I temi affrontati sono disposti su due assi, uno orizzontale, l'altro verticale. Sul primo asse si adotta un'ottica di politica linguistica per mettere a fuoco i dibattiti attorno alle scelte di manuali L2 nella Svizzera romanda e tedesca. In questo ambito vengono pure presentati i risultati di una ricerca sulla competenza comunicativa nella seconda lingua nazionale condotta nel quadro del PNR 33.
L'asse verticale presenta invece alcuni aspetti emergenti nella discussione e nella ricerca didattica attuale. Gli articoli sono dedicati in particolare ai seguenti concetti: l'immersione, la differenziazione, l'interculturalità, l'éveil au langage e l'uso di multimedia. Va sottolineato che la maggior parte dei contributi sono di autori e autrici di manuali L2 e che quindi la prospettiva teorica assunta è sempre attenta alle esigenze della pratica.

Die Beiträge dieser Publikation sollen einen Einblick in die aktuelle Lehrmittelproduktion der Schweiz vermitteln und die Realisierung fremdsprachendidaktischer Postulate in Lehrmitteln diskutieren, wie sie etwa auch im Gesamtsprachenkonzept für den L2-Unterricht vorgeschlagen wurden. Die Themen sind in einer horizontalen und in einer vertikalen Achse dargestellt. Die horizontale verfolgt Lehrmittel aus einer sprachpolitischen Optik: Sie beschreibt die aktuellen Auseinandersetzungen um die gängigsten L2-Lehrmittel, die in der welschen und deutschen Schweiz eingesetzt werden. Darunter fällt auch die Darstellung der Ergebnisse der Genfer Untersuchung zur kommunikativen Kompetenz in CH-L2-Lehrmitteln (NFP 33).
Die vertikale Achse zielt auf eine Darstellung der wichtigsten fremdsprachendidaktischen Erkenntnisse, die im Zusammenhang mit Lehrmaterialien und Lernkonzepten in den letzten Jahren vorgestellt werden, wobei jeder Artikel einen in der Sprachenlehrforschung diskutierten Begriff fokussiert, nämlich Immersion, Binnendifferenzierung, Interkulturalität, Multimedia und "Éveil au langage".
Es ist hervorzuheben, dass ein grosser Teil der Beiträge von L2-LehrmittelautorInnen verfasst wurde und von ihnen eine Perspektive beleuchtet wird, aus der sich immer automatisch die Frage nach der Umsetzbarkeit theoretischer Fragestellungen in die Praxis stellt.

Dans ce numéro nous nous proposons de fournir une vue d'ensemble de la production de manuels et de supports didactiques pour les L2 en Suisse, et de vérifier jusqu'à quel point les postulats didactiques contenus dans le "Gesamtsprachenkonzept" ont été réalisés dans les matériels de publication récente. Les thèmes affrontés ici suivent deux axes majeurs, un premier horizontal, le second vertical. Le premier axe adopte une perspective de politique linguistique, pour cerner l'essentiel des débats sur les choix de manuels L2 en Suisse romande et alémanique. Dans la même partie, nous présentons les résultats d'une recherche sur la compétence communicative dans la seconde langue nationale, menée dans le cadre du PNR 33.
L'axe vertical touche un certain nombre de points chauds de la recherche et du débat actuel en didactique. Les articles sont consacrés en particulier aux notions suivantes: l'immersion, la différenciation, l'interculturalisme, l'éveil au langage, les multimédias. Il est intéressant de souligner que la plupart des contributions nous viennent d'auteures et auteurs de manuels L2, et que dès lors la perspective théorique choisie reste très attentive aux exigences de la pratique.


Articoli

Gli articoli sono scritti nella lingua del titolo, le sintesi sono sempre in una lingua diversa

Beiträge

Die Beiträge sind in der Sprache des Titels geschrieben, die Zusammenfassungen immer in einer anderen Sprache

Articles

Les articles sont écrits dans la langue du titre, les résumés toujours dans une autre langue

Lehrmittel 2000: Didaktischer Konsens und Realisierungsvielfalt

Francesca Roncoroni

Francesca Roncoroni ist Lektorin für Italienisch und Fremdsprachendidaktik an der Universität Bern (Institut für Sprachwissenschaft) und Beauftragte für die Konzeptentwicklung Fremdsprachendidaktik an der Lehrerweiterbildung Bern.


Le choix de nouveaux moyens d'enseignement d'allemand

Michel Nicolet

Dieser Beitrag analysiert das Vorgehen bei der Wahl neuer Deutschlehrmittel in der französischsprachigen Schweiz und zeigt die Schwierigkeiten der Koordination zwischen den Kantonen auf. Vor dem Hintergrund der sprachpolitischen Entscheidungen, die im Rahmen der EDK und in den Kantonen zur Frage des Fremdsprachunterrichts demnächst getroffen werden müssen, plädiert dieser Beitrag für ein zweispuriges Wahlverfahren: Einerseits müssen die in Frage kommenden Lehrwerke wissenschaftlich analysiert und erprobt werden, andererseits sind auch die Voraussetzungen für die Einführung - insbesondere in Bezug auf die Weiterbildung der Lehrpersonen - im Detail zu erheben und in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

Michel Nicolet est collaborateur scientifique au secrétariat général de la Conférence intercantonale de l'instruction publique de la Suisse romande et du Tessin où il est responsable de divers dossiers en relation avec l'enseignement des langues étrangères. Docteur en psychologie, il mène également des recherches dans le domaine de la formation des jeunes migrants.


Fremdsprachenunterricht und Lehrwerkentwicklung im Umfeld föderalistischer Schulstrukturen

Rudolf Walther

Aujourd'hui, comme dans les années septante, on discute un rapport de la CDIP concernant l'enseignement d'une deuxième langue. Le rapport de 1974 préconisait l'anticipation de cet enseignement de deux ou même trois ans et la coordination intercantonale de ce début précoce. Il fixait les objectifs à atteindre au cours de la scolarité obligatoire et stipulait la création de matériels pédagogiques appropriés. Le texte suivant relate de façon sommaire les mesures que les autorités cantonales ont prises pour réaliser ces propositions et les difficultés qu'elles ont rencontrées. Il met en évidence la durée excessive du processus de réforme et explique pourquoi la création d'un manuel de français unique pour toute la Suisse alémanique s'est avérée impossible. Pour mener à bien la réalisation de la nouvelle réforme proposée par la CDIP dans son "Concept général pour l'apprentissage des langues", les responsables actuels devraient absolument tenir compte des expériences faites pendant les vingt-cinq dernières années.

Rudolf Walther ist Mitautor des Französischlehrwerks "Bonne chance!". Er leitet Fachdidaktikkurse in der Lehrerfortbildung.


La transposition didactique de notions communicatives dans les manuels de langue seconde

Itziar Plazaola Giger, Matthias Marschall

Ausgehend von unseren Untersuchungen zu Lehrwerken für Französisch bzw. Deutsch als Fremdsprache in der Schweiz werden die Schwierigkeiten und Widersprüche aufgezeigt, die mit einem kommunikativ orientierten Unterricht verbunden sind. Unsere Analyse der didaktischen Umsetzung kommunikationsanalytischer Begriffe zeigt insbesondere, dass die Lehrwerke, die sich durchweg als kommunikativ definieren, nicht bestimmten pragmalinguistischen Theorien zugeordnet werden können. Im Vergleich mit linguistischen Analysen stellt sich die Verwendung etwa des Sprechaktbegriffs in den Lehrwerken als unsystematisch dar. Darin unterscheiden sich die Lehrwerke für den Fremdsprachenunterricht deutlich von den in der Westschweiz gebrauchten Lehrwerken für den erstsprachlichen Französischunterricht. Während im Rahmen des Erstsprachunterrichts Begriffe und Theorieteile nahezu unverändert in die Lehrwerke eingehen, fehlt in den Fremdsprachenlehrwerken jegliche Konzeptualisierung kommunikationsanalytischer Begriffe. Was die Fremdsprachenlehrwerke kommunikativ macht, ist nicht ein Unterricht über Kommunikation, sondern durch Kommunikation: Kommunikation ist nicht Objekt, sondern Mittel für den Fremdsprachenunterricht. Dabei bilden uneinheitliche und insbesondere nicht explizite Repräsentationen von Kommunikationsabläufen die Basis für sprachliche Erklärungen. Mit Blick auf eine koordinierte Sprachendidaktik ergibt sich daher die Forderung nach einer vereinheitlichenden Darstellung eines Kanons im Sprachunterricht notwendiger Begriffe, der den gemeinsamen Bezugsrahmen darstellt für sprachliche Erklärungen.

Itziar Plazaola Giger docteur en Sciences de l'Education, elle travaille actuellement dans la recherche sur l'enseignement/apprentissage des langues par immersion dans une perspective d'analyse des interactions didactiques en classe. Chargée de cours à l'Université de Genève, elle enseigne la didactique des langues secondes/étrangères.

Matthias Marschall docteur en linguistique, il travaille sur les processus de compréhension de textes et sur l'acquisition de routines de lecture en langue première et en langue seconde. Chargé d'enseignement à l'université de Genève, il enseigne la didactique de l'allemand et s'intéresse plus particulièrement à la co-construction de l'objet d'enseignement dans le discours en classe et à l'appropriation de l'orthographe en langue seconde.


EOLE, des outils didactiques pour un éveil aux langues, ou: les moyens d'enseignement ont-ils une âme?...

Jean-François de Pietro

Dieser Beitrag befasst sich mit einem Projekt, das Materialien für die Aktivitäten zur Begegnung mit Sprachen (éveil aux langues) erarbeitet und publiziert. An sich beabsichtigt die Begegnung mit Sprachen nicht primär die eine oder andere Sprache zu unterrichten, sondern vielmehr die Konstruktion von Kompetenzen, die für das Erlernen der Sprache und für die Öffnung gegenüber anderen Sprachen von grundlegender Bedeutung sind. In diesem Sinne existieren zur zeit auch keine eigentliche Lehrmittel. Deswegen mag die Aufnahme des Beitrags in eine Nummer, die sich wesentlich mit Lehrwerken befasst etwas fraglich erscheinen. Der Autor möchte aber zeigen, dass sich ein solches Lehrmittel in der heutigen Schule als Ergänzung zu den Sprachlehrwerken durchaus sinnvoll eingesetzt werden könnte.

Jean-François de Pietro est collaborateur scientifique de l'IRDP (Neuchâtel) et membre du comité de rédaction de Babylonia.


Unterrichtsmaterialien für den zweisprachigen Unterricht

Anne Leopold-Mudrack

Immersion programs have very specific requirements towards the applicable teaching materials due to the discrepancy in language skill and intellectual skill of the learners. Well suited materials are very hard to find. This paper presents the most recent available media for elementary school level German. Furthermore criteria for the creation of specific teaching media are given under consideration of age dependant psychic abilities of the learners, goals of the program and teaching methods.

Anne Leopold-Mudrack Studium Deutsch als Fremdsprache, Pädagogik, Entwicklungspsychologie, Skandinavistik in München. Seit 1992 freie Mitarbeiterin des Goethe-Instituts München für den Primarschulbereich. Seit 1995 wohnhaft in der Schweiz, Kanton Fribourg. 1998 Promotion über Fremdsprachenerziehung in der Primarstufe. Fachliche Schwerpunkte: Muttersprachenerwerb und Fremdsprachenerwerb im Kindesalter, Spiele im fremdsprachlichen Unterricht, Konzepte der Fremdsprachenerziehung auf der Primarstufe.


The Eponymous Coursebook

Jean Rüdiger-Harper

Jean Rüdiger-Harper has been working in EFL as a teacher trainer for over twenty years. Currently she is teaching at the Gymnasium St. Antonius in Appenzell. She is also the course director for the English methodology courses for the primary and real school teachers of the country of Appenzell Innerrhoden.


L'insegnamento del tedesco L2 e i libri di testo in Italia

Maddalena Martini

Maddalena Martini è formatrice PSES, formatrice Progetto Lingue 2000, autrice di libri di testo, in servizio presso "I.T.E.Firpo" Genova.


"Envol" prend son essor

Christine Le Pape Racine, Peter Klee

Le nouveau manuel de français "Envol", introduit dans les cantons de Suisse orientale (de la 5e à la 9e classe), met l'accent sur un contenu riche en informations: méthodologiquement, il tient compte des recherches sur l'apprentissage et l'acquisition de la langue 2; de plus, il tente de resserrer les liens entre la Suisse romande et la Suisse alémanique et de mettre en évidence la francophonie dans le monde. Deux aspects seront discutés: la différenciation intégrée et la modularité.
Il n'existe qu'un seul livre par an pour trois niveaux, ce qui d'une part permet une transparence optimale pour les enseignant(e)s et les apprenant(e)s et offre d'autre part de nombreuses possibilités pour promouvoir un enseignement différencié, ciblé sur les capacités et les modes d'apprentissage des élèves.
Les modules font partie intégrante de la méthode d'apprentissage. Les matériaux authentiques utilisés (presse, télévision), traitant des thèmes proches des adolescents, permettent à la fois un enseignement orienté vers les contenus et une acquisition implicite de la langue.

Christine Le Pape Racine Sekundarlehrerin, Lehrmittelautorin, Lizentiandin in Pädagogik und Politikwissenschaft, Lehrer- und Lehrerinnenfortbildnerin. Sprach didaktikerin.

Peter Klee Sekundarlehrer in Speicher (AR). Mitautor des Französischlehrwerks "Envol" (Module). Mitarbeit im Nationalfonds-Forschungsprojekt: Französisch-Deutsch, zweisprachiges Lernen auf der Sekundarstufe 1 (1993-1997). Tätig in der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung.


"Wie und was kann ich damit lernen?"

Lukas Wertenschlag

Nel contributo viene affronta soprattutto una questione: in un periodo di innovazioni tecnologiche dell'insegnamento e dell'apprendimento come si deve configurare il rapporto tra manuali e materiali tradizionali e di nuova concezione? Un'attenzione particolare è dedicata all'allievo. Le riflessioni proposte muovono dall'ottica della produzione dei materiali e considerano le esperienze fatte nella realizzazione di "Moment mal!", un manuale per l'insegnamento del tedesco lingua seconda a giovani e adulti.

Lukas Wertenschlag Lehrbeauftragter an der rechtswissenschaft li chen Fakultät der Universität Freiburg/Fribourg für Fachsprache "Recht", Mitinhaber der Firma CLAC (zusammen mit Martin Müller). Schwerpunkte: Lehr- und Lernmittelent wicklung/-beratung, Fortbildung, Mitarbeit am Europaratsprojekt "Europäische Niveaubeschreibungen Deutsch als Fremdsprache".


Die eigene Brille putzen...

Martin Müller

L'autore affronta il tema della dimensione culturale (ted. Landeskunde, fr. civilisation) nell'insegnamento delle lingue da un punto di vista fondamentale: quali sono i fattori che entrano in gioco quando l'allievo si confronta con aspetti che non sono meramente linguistici? Ciò lo porta ad affermare che un confronto con la cultura di un altro paese implica sempre anche un confronto critico con il proprio vissuto e con la propria cultura. Una serie di esempi tolti dal manuale "Moment mal!" mostra poi come materiali ben predisposti e domande ben formulate possano aiutare a mettere in atto una riflessione che permetta all'allievo di sviluppare risorse cognitive e, al tempo stesso, evolvere sul piano della responsabilità personale. L'insegnante deve in ogni caso essere consapevole della delicatezza di ogni confronto interculturale. Sovente emergono paure e sensibilità che non sono facili da gestire e che non richiedono solo un'attenta presenza dell'insegnante ma anche una predisposizione di condizioni didattiche atte a gestire le tensioni e sostenere gli allievi in difficoltà.

Martin Müller Lese- und Sonnenbrillenträger; Lehrbeauftragter am LeFoZeF der Universität Freiburg; Mitautor verschiedener Bücher und Lehrwerke zum Fremdsprachenunterricht; Gemeinsam mit Lukas Wertenschlag Mitinhaber der CLAC AG und Leiter des Projektes ENDaF (Europäische Niveaubeschreibungen Deutsch als Fremdsprache).


Deutsch für fremdsprachige Kinder - ein neues Lehrmittel entsteht

Claudio Nodari

I materiali didattici per l'insegnamento del tedesco agli allievi alloglotti giocano un ruolo importante nel processo d'integrazione nella scuola del futuro. Per questo motivo il Lehrmittelverlag del Canton Argovia sta producendo una nuova edizione del manuale "Deutsch für fremdsprachige Kinder", usato nelle scuole elementari da oltre 15 anni. Il nuovo strumento didattico è suddiviso in tre volumi e prevede
¥ una introduzione alla lingua tedesca di tipo comunicativo e ludico basata su temi della vita di ogni giorno, affinché i nuovi arrivati possano al più presto comunicare con i loro coetanei
¥ e due volumi che trattano temi correnti previsti dalla maggior parte dei piani di studio cantonali. L'insegnamento seguirà principi immersivi permettendo agli allievi di apprendere i contenuti scolastici molto prima di raggiunggere la padronanza completa della lingua locale.
Nella disposizione dei contenuti verrà data particolare attenzione agli aspetti interculturali e al sopporto didattico per il lavoro autonomo degli allievi.

Claudio Nodari Leiter des Instituts für Interkulturelle Kommunikation, Zürich; Dozent für Deutsch als Fremdsprache an der ETH-Zürich; Mitglied der Nationalen UNESCO-Kommission.


Die Meinung der EnglischlehrerInnen "Hotline" auf dem Prüfstand

Francesca Roncoroni

Da un'inchiesta fatta a delle insegnanti d'inglese sul loro lavoro con il manuale "Hotline" risulta che pur essendo un manuale di facile uso e didatticamente chiaro e coerente, le insegnanti si lamentano dell'uniformità delle sequenze e degli esercizi. Sembra che il dilemma principale di un manuale oggigiorno consista nel contrasto tra la strutturazione precisa di contenuti (e con ciò l'obbligo di seguire ligiamente il libro) e l'offerta di contenuti supplementari a scelta libera, adatti a individualizzare l'insegnamento delle lingue.  

 
INFORMAZIONI - Die EDK versucht sich in umfassenden Empfehlungen

Gianni Ghisla

Nel corso della sua riunione annuale a Montreux, la Conferenza svizzera dei direttori dei dipartimenti dell'educazione (CDPE) è tornata a chinarsi sulla questione delle lingue. La trattanda aveva evidentemente un significato fuori dell'ordinario, visto che erano passate poche settimane da quando E. Buschor, capo dell'educazione a Zurigo, rompendo gli accordi, aveva confermato pubblicamente la volontà di conferire la priorità all'inglese rispetto alle lingue nazionali. Ci si rammenterà che il fatto aveva provocato un vero e proprio fiume di parole in tutti i massmedia, un fiume che è tornato a spaccare la Svizzera in due. Tuttavia la spaccatura questa volta è assai anomala, in quanto ci sono accanto ai cantoni romandi e al Ticino diversi cantoni svizzero tedeschi che non sono disposti a subire il dominio dell'inglese rinunciando di fatto ad un discorso culturale che osi andare oltre le esigenze economiche e il facile populismo delle preferenze. Sorprende relativamente che i cantoni deboli della Svizzera centrale si siano schierati accanto alla "grande" Zurigo. Le preoccupazioni economiche sembrano per loro avere chiaramente il sopravvento. La preoccupazioni patriottiche poi non sono certo più attuali. Fra questi cantoni c'è purtroppo anche Uri che, dopo aver introdotto l'italiano con un atto di coraggio, sostenuto dal Ticino, ha, ci si passi il termine fiorito, "calato le brache", non rendendosi conto che una sua tradizione millenaria lo collega con la cultura italiana. Sembrano essere i segni del tempo, inesorabili...
Che cosa succederà in futuro è difficile dirlo. Resta il fatto che in Parlamento sono pendenti due interpellanze (cf. Babylonia 2/2000), di cui una chiede esplicitamente l'inserimento nella Costituzione federale del principio della priorità di una lingua nazionale. Staremo a vedere.
La CDPE, onore al merito, ha comunque cercato di dare al discorso linguistico l'ampiezza e la consistenza che gli spetta. Ne fanno stato le 19 proposte di raccomandazione che pubblichiamo a lato. Da queste proposte che ricalcano sostanzialmente quelle già contenute del cosiddetto "Gesamtsprachenkonzept" ci si può ancora attendere che diano un'anima alla politica linguistica svizzera. Però si sa, tutto dipende dalla volontà politica. Quante proposte sono già cadute nel vuoto negli ultimi anni...